Ergometer und Intervall-Höhentraining: Wie aktives und passives Training zusammenpassen

Wer regelmäßig auf dem Ergometer trainiert, kennt das Prinzip der Auswirkungen auf die Muskulatur. Belastung setzt einen Reiz, der Körper passt sich an. Seit einigen Jahren gewinnt eine Methode an Bedeutung, die einen ähnlichen Gedanken verfolgt, nur ganz ohne Treten. Beim Intervall-Höhentraining liegt man entspannt, während ein Gerät die Luft verändert. Doch wie passt das zu klassischem Ausdauertraining?

Intervall-Höhentraining: Der Reiz kommt aus der Luft

Beim Intervall-Höhentraining bewegen Sie sich nicht. Sie liegen oder sitzen bequem und atmen über eine Maske ganz normal weiter. Ein Gerät wechselt zwischen sauerstoffärmerer Luft, wie sie in großer Höhe vorkommt und sauerstoffreicherer Luft, selbst üben müssen Sie dafür nichts. Der Effekt ist trotzdem spürbar und mit der richtigen Gerätschaft sogar messbar. Der Gedanke dahinter stammt aus dem Leistungssport, in dem Höhentraining seit Jahrzehnten genutzt wird. Die körperliche Leistungsfähigkeit unter Höhenbedingungen verändert sich was auch Bergsteiger wissen. Sie würden daher niemals einfach direkt auf den Gipfel steigen, ohne sich vorher darauf vorzubereiten. Mit der Zeit merken aktive Bergsteiger, dass sich ihre Leistungsstärke auch auf dem Berg verändert. Es ist ein Gefühl, keine messbare Einheit. Beim professionellen Training lässt sich die Entwicklung dagegen gezielt erfassen und nachvollziehen. Was beim Ergometer der Trainingscomputer ist, übernimmt beim Intervall-Höhentraining eine intelligente Software. Ein Münchner Team aus IT-Fachleuten und Sportwissenschaftlern hat dafür respio entwickelt. Die cloudbasierte Plattform unterstützt den gesamten Trainingsprozess: Sie bietet vorinstallierte Programme, beispielsweise für Fitness und Regeneration, ermöglicht die Erstellung individueller Trainingsabläufe und erfasst die Anwendungen zur anschließenden Auswertung. Über einen integrierten Editor können Anbieter die Programme zudem flexibel an ihre jeweiligen Anforderungen anpassen.

Ausdauertraining auf dem Ergometer setzt auf Belastung nach Plan

Ein Ergometer eignet sich hervorragend, um die Belastung genau zu dosieren. Über den Widerstand lässt sich die Intensität exakt einstellen, ein Pulssensor zeigt Ihnen, in welchem Bereich Sie trainieren. Für die Grundlagenausdauer gilt dabei immer, lieber lang und locker als kurz und hart. Welche Herzfrequenzbereiche sich dafür eignen , ist immer auch vom eigenen Maximalpuls abhängig. Wer eine feste Struktur sucht, findet bei uns einen kostenlosen Trainingsplan für das Ergometer.
Beide Methoden ersetzen sich nicht. Das Ergometertraining fordert Muskeln sowie Herz und Kreislauf aktiv, das Intervall-Höhentraining findet in Ruhe statt. Auf dem Rad bestimmen Sie Tempo und Widerstand selbst, beim Intervall-Höhentraining übernimmt das Gerät die Dosierung. Ob und wie sich beides sinnvoll kombinieren lässt, besprechen Sie am besten mit dem Anbieter und im Zweifel mit Ihrem Arzt.

Grundlage bleibt das eigene Training

Für die meisten Hobbysportler bleibt regelmäßiges Ausdauertraining die wichtigste Säule. Ein solides Gerät mit verlässlicher Pulsmessung ist dafür die beste Basis. Entscheiden Sie sorgfältig welches Ergometer zu Ihnen passt, denn dann haben Sie möglichst lange Spaß daran. Zusätzlich haben Sie in immer mehr Studios und Praxen die Möglichkeit, auch selbst auf Intervall-Höhentraining zu setzen und damit ein passives mit einem aktiven Training zu kombinieren. Sie müssen sich nicht entscheiden, die Kombination ist vor allem in der Bergsteigerszene sehr gefragt. Passive Trainingsimpulse bieten sich für Phasen an, in denen Sie gerade regenerieren und die Muskulatur nicht belasten sollten. Sie nutzen diese Phase weiterhin aktiv, ohne sich dabei die notwendige Zeit des Ausruhens zu nehmen.

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